Wir fliegen, wenn wir fallen: Extraportion Inspiration #2

Ich begrüße euch herzlich zum zweiten Teil meiner Wochenserie. Ich hab tatsächlich schon zwei Wochen durchgehalten, ich bin stolz auf mich. Niemals hätte ich gedacht, dass ich es doch so weit schaffe. Normalerweise halte ich neue Routinen gerade mal drei Tage durch, bevor ich sie wieder vergesse. Aber die Details meiner planungstechnischen Inkompetenz interessieren euch sicher nicht. Ich möchte euch heute, wie auch letzte Woche, ein Buch vorstellen, das mich sehr inspiriert hat. Und zwar ist es heute „Wir fliegen, wenn wir fallen“ von der zauberhaften Ava Reed.

Das Buch wurde mir von Ava kostenlos zur Verfügung gestellt. Hat aber natürlich keinen Einfluss auf meine Bewertung. Dass das Buch in meiner „Extraportion Inspiration“ Kategorie gelandet ist, spricht ja schon mal dafür. Da schaffen es schließlich nicht viele rein. Und in der Tat hat Ava es geschafft, mich mit dem Buch zum Nachdenken zu bringen.

Zunächst ein paar Worte zum Inhalt, damit ihr wisst, worum es geht. Yara, eine der beiden Hauptpersonen, hat ihre Eltern verloren und findet Trost bei einem alten Mann namens Phil, dem sie in ihrer Freizeit vorliest. Phil ist der Opa von Noel, der anderen Hauptperson. Als plötzlich auch Phil verstirbt, finden die beiden Hauptcharaktere zusammen, da es der letzte Wille des alten Mannes war, dass die beiden seine Herzenswünsche erfüllen – zusammen. So begeben sich die beiden, die sich anfangs nicht besonders leiden können, auf eine wunderschöne Reise, auf der sie nicht nur zueinander, sondern auch zu sich selbst zurückfinden.

Ava Reed3 (1 von 1)

Schon, als ich das wunderschöne Buch gesehen habe, war ich begeistert. Besonders hübsch finde ich nicht nur das Cover, sondern auch die kleinen Pusteblumen, die jedes neue Kapitel zieren. Hier muss ich wirklich ein großes Lob aussprechen, das sieht absolut toll aus!

Die Geschichte ist auch wirklich zauberhaft und berührend. Yara und Noel erzählen abwechselnd. Zwar mag ich Perspektivenwechsel im Normalfall nicht, aber da Ava es von Anfang an durchgezogen hat und beide gleichermaßen zu Wort kommen lässt, finde ich, dass es gut zur Story passt.

Die beiden Charaktere sind von extremen Schicksalsschlägen geplagt und beide gehen anders damit um. Yara zeigt ihre Trauer sehr offen, während Noel eher reserviert wirkt. Im Laufe der Geschichte kommen die beiden sich allerdings näher und werden deutlich freundlicher zueinander. Im Gegensatz zu den meisten Rezensionen, die ich zu dem Buch gelesen habe, war mir Noel aber immer deutlich sympathischer als Yara. Vielleicht, weil er genauso viel flucht wie ich. Gemeinsamkeiten verbinden. So ist es auch bei Yara und Noel der Fall, als sie die Liste für Phil abarbeiten. Dieser ist im Buch stets präsent, was ich sehr schön finde. Er ist wie ein Schutzengel, der auf die beiden aufpasst. Der Verstorbene gibt den beiden Hoffnung, die sich durch das ganze Buch zieht.

Auch, wenn die Idee nicht neu ist und mir beispielsweise aus P.S. Ich liebe dich in etwas anderer Form bekannt vorkommt, fand ich das Buch doch besonders. Der gefühlvolle Schreibstil von Ava ist einfach toll, man kann sich gut in die Charaktere einfühlen, auch wenn ich ihre Reaktionen manchmal nicht ganz nachvollziehen konnte. Insgesamt war es aber eine sehr runde, schöne Geschichte, die ich mit viel Freude gelesen habe.

Warum das Buch es nun sogar in die Liste der Dinge, die mich inspiriert haben, geschafft hat, ist einfach: Es hat mich dazu gebracht, darüber nachzudenken, was ich wirklich vom Leben will. Will ich mich wirklich durch ein Studium quälen, das mir keinen Spaß macht? Möchte ich auf einen Job hin studieren, bei dem ich meine 40 Wochenstunden absitze und die Minuten bis zum Wochenende zähle? Soll ich lieber auf die Stimme der Vernunft hören, oder einfach mal verrückt sein, mein ganzes Geld zusammennehmen und nur mit einem Laptop und meiner Kamera bewaffnet nach London ziehen? Ich weiß jetzt, dass die Zeit gekommen ist, um Entscheidungen zu treffen, die mein Leben beeinflussen. Es ist noch nicht zu spät, ich habe das Ruder noch in der Hand und kann es herumreißen. Und das kann man immer tun, egal, an welchem Punkt seines Lebens man steht.

Ava, dein Buch hat mich aufgewühlter zurückgelassen, als mir lieb ist. Und dafür möchte ich dir danken!

Deine Julie,

Die mit dem roten Lippenstift

Ava Reed2 (1 von 1)

 

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14 Kommentare zu “Wir fliegen, wenn wir fallen: Extraportion Inspiration #2

  1. Liebe Julie,
    dein Blogpost ist toll! Das Buch hört sich total schön an, ich bin immer auf der Suche nach guten Büchern. Der Inhalt spricht mich wirklich an. Auch ich denke oft daran, einfach etwas zu studieren, was mir wirklich Spaß macht.

    Viele Grüße

    Lisa

    Gefällt mir

  2. Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen und es hat mich ebenfalls sehr aufgewühlt. Ich finde es schön, dass Bücher so eine Macht haben und ich überlege seit „Wir fliegen, wenn wir fallen“ auch, was ich in meinem Leben noch unbedingt machen möchte. Ein sehr sehr schöner Beitrag meine liebe Julie 😃😘

    Gefällt 2 Personen

  3. Liebe Julie,
    ich bin überrascht und erfreut zugleich, dass du das Buch von Ava Reed gelesen hast.
    Mich lies es auch aufgewühlt und mit vielen Gedanken zurück. Dass ich sogar überlege, es meiner Mutter zu geben, damit sie es liest.
    Ava schafft es auf eine schöne Art, dass man selbst darüber nachzudenken beginnt, was man eigentlich möchte, ob man seine Ziele aus den Augen verloren hat.
    Ich bin glücklich darüber, über dieses Buch etwas erfahren zu haben und es mir gekauft zu haben.
    Liebe Grüße,
    Carina.

    Gefällt 2 Personen

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